Nahrung selbst versorgen

Nahrung in der Krise selbst versorgen

Wildfrüchte als Krisennahrung

 

sobald die Supermärkte leergekauft oder leergeräumt wurden sind, ist es sinnlos auf Nachlieferung zu warten. Die Natur bietet in den warmen Monaten genügend frei verfügbare Nahrungsmittel, die außerdem noch sehr gesund sind. Für die kalten Monate müssen Sie jedoch auf einen Nahrungsmittelvorrat zurückgreifen, den Sie sich selbst anlegen sollten. Allgemein gilt, dass auf dem Land das Überleben in der Krise leichter sein wird als in der Großstadt oder Ballungszentren. Dort ist einfach die Natur zu weit entfernt und der Konkurrenzkampf der Menschen um die wenigen verfügbaren Lebensmittel zu stark. Dazu kommt noch die sich zuspitzende Sicherheitslage durch den wütenden und hungernden Mob. Dieser wird Sie sehr eindringlich zum „Teilen“ überreden, sobald Sie etwas Essbares haben.

 

  1. Wildfrüchte eignen sich hervorragend als kostenlose Krisennahrung. Die wild wachsenden, fürdie menschliche Ernährung verwendbaren Früchte haben einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Wildfrüchte sind allgemein sogar vitaminreicher als veredelte Obstsorten. Geeignet als Krisennahrung sind Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Preiselbeeren und Walderdbeeren, die prinzipiell für den Sofortverzehr geeignet sind. Es empfiehlt sich jedoch das gründliche Waschen vor dem Verzehr. Preiselbeeren bieten neben dem Ernährungsaspekt zusätzlich noch heilsame Wirkung bei Erkrankungen der Blase und der Harnwege. Gerade in der Winterzeit bei schlechter Heizung sind dies häufige Krankheiten. Es lohnt sich also die Preiselbeeren durch Einkochen für den Winter zu konservieren. Das Gleiche gilt für Sanddornbeeren (höchster Vitamin C Gehalt aller Früchte), Hagebutten-, und Holunderbeeren. Diese Wildfrüchte sind nicht roh zu essen, bieten jedoch gekocht hervorragende Erkältungsprävention. Eine Seltenheit bildet leider noch die Aroniabeere. Diese sogar für die sibirischen klimatischen Verhältnisse geeigneten Berren sind sehr vitaminreich und beinhalten viele sekundäre Pflanzenstoffe. Die Aroniabeeren gibt es in getrockneter Form in Naturkostläden, allerdings zu hohen Preisen. Ein Aroniastrauch auf dem eigenen Balkon oder im Garten sind eine gute Sache. So können Sie jährlich die Beeren trocknen und für die Erkältungszeit aufbewahren.

  2. In manchen Regionen wachsen auch verwilderte Obstbäume mit Äpfeln, Birnen, Zwetschgen, Weinbeeren und Kirschen. Diese werden in der Krise sicherlich schnell abgeerntet sein, sobald die Früchte halbwegs reif sind. Sie werden also mit anderen Menschen um die Wildfrüchte konkurrieren müssen. Dies muss nicht unbedingt in einen offenen Streit ausarten. Jedoch kann es sinnvoll sein sich einen kleinen Vorteil durch einen Obstpflücker am Teleskopstab zu kaufen. In der Krise kann auch ein normaler Obstpflücker verlängert werden, um auch an die obersten Früchte zu gelangen, die die anderen Menschen nicht erreichen. Sollte der Baum auf fremden Grundstücken stehen, können sehr dreiste Mitmenschen vielleicht auch in der Nacht ein paar Früchte ernten. In der Krise sollten Sie solche Bäume schon frühzeitig erkunden und in der Reifesaison öfters aufsuchen.

  3. Pilze sind ebenso eine gute Krisennahrung. Sie wachsen kostenlos im Wald und sind sehr schmackhaft. Entweder als Pilzsuppe, zum Verfeinern von Soßen oder als Beilage sind sie ein essentieller Bestandteil der Ernährung im Krisenfall sobald die Supermärkte geschlossen haben oder es nur noch Grundnahrungsmittel auf Zuteilung gibt.

  4. Kräuter können als Nahrungsmittel oder als Heilmittel für die Krise gesammelt werden. Aus Brennnesseln kann ein Spinat- ähnliches Gericht gekocht werden. Die Brennessel ist sehr vitamin- und mineralstoffhaltig. Aus Löwenzahnblättern kann ein hervorragender und gesunder Salat zubereitet werden. Löwenzahn kann von April bis Dezember geerntet werden, hat jedoch gerade am Jahresende einen bitteren Geschmack.

  5. Wenn Sie angeln können und eine kleine Angelausrüstung haben, können Fische eine sehr gute Abwechslung auf dem ansonsten kargen Krisenspeiseplan sein. Jedoch werden die Teiche und Seen sehr schnell leergefischt sein. Außerdem wird der Besitzer des Gewässers in der Krise sicherlich viel Zeit haben sein Eigentum zu bewachen.

  6. Das Gleiche gilt auch für die Wildtiere. Sollten Sie eine Armbrust oder eine richtige Schusswaffe haben, könnten Sie auf die Idee kommen, einfach jagen zu gehen. Ohne Jagdschein ist dies allerdings verboten. Sie könnten wegen Wilderei angeklagt werden. Schätzen Sie selbst ab, ob sich das Risiko lohnt. Die staatlichen Organe werden sicherlich nicht zur Überwachung der Wälder ausreichen. Jedoch könnten sich so manche Möchtegern -Sheriffs mit Jagdschein aufspielen und einen Obolus einfordern. Da auch diese Leute in der Krise viel Zeit haben, könnte es zu riskant sein auf die Jagd zu gehen.

  7. Aus getrockneten Beeren, Kräutern und Fruchtschalen können sehr einfach sehr leckere Teesorten zubereitet werden. Gerade für die kalte Jahreszeit ist ein heißer Tee zwischendurch wirklich gut. Pfefferminze, Salbeiblätter, Huflattich, Spitzwegerich oder Kamillenblüten können im Sommer gesammelt und getrocknet werden. Noch gelten diese Pflanzen oft als Unkraut oder zumindest als nettes Blümchen. In der Krise können daraus wirksame Heiltees bei Erkältungen oder Magen- Darm Problemen werden. Da viele Menschen diese Kräuter gar nicht kennen, werden Sie diese in der Krise auch nicht sammeln können. Dies könnte beispielsweise Ihre Chance für ein kleines Nebengeschäft in der Krise sein. Menschen die kranke Angehörige zu Hause haben, tauschen sicher sehr gerne einen Heiltee gegen Nahrungsmittel oder andere hilfreiche Dinge, die Sie gebrauchen könnten.

     

    • Apfelschalentee wird durch Abkochen der frischen oder getrockneten Apfelschale hergestellt. Er ist als armomatischer Haustee für Kinder geeignet und wirkt fiebersenkend.

    • Enziantee wird durch Abkochung des Enzians hergestellt. Er wirkt appetitfördernd, magen- und darmanregend.

    • Fencheltee kann durch einen Aufguss des zerkleinerten frischen oder getrockneten Fenchels zubereitet werden. Er wirkt mild krampflösend und blähungsmildernd. Dies ist besonders für Säuglinge wichtig.

    • Hagebuttentee wird durch Abkochen der getrockneten Hagebuttenfrüchte zubereitet. Der Tee ist ein guter Haustee und reich an Vitamin C.

    • Holunderblütentee wird durch einen Aufguss der getrockneten Holunderblüten hergestellt. Er wirkt stark schweißtreibend.

    • Huflattichtee kann durch Aufguss der im Frühjahr gesammelten und getrockneten Blüten zubereitet werden. Der Tee wirkt schleimlösend und mildert den Hustenreiz.

    • Kamillentee ist ein wahres Allheilmittel. Er kann durch einen Aufguss zubereitet werden und wirkt dann schweißtreibend, krampflösend, entzündungshemmend und beruhigend. Durch Aufkochen zubereitet, kann er auch äußerlich angewendet werden und hilft bei Entzündungen der Haut.
    • Kümmeltee wird durch einen Aufguss zubereitet. Er wirkt blähungshemmend, krampflösend und verdauungsfördernd.

    • Lindenblütentee wird auch durch Aufguss zubereitet. Er wirkt schweiß- und harntreibend.

    • Salbeitee wird durch Aufguss der getrockneten Salbeiblätter zubereitet. Der Tee wirkt keimtötend und entzündungshemmend. Er kann zum Gurgeln und zum Trinken verwendet werden. Ein altes Sprichwort sagt, wie soll ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst.

    • Pfefferminztee wird durch Aufguss der Pfefferminzblätter zubereitet. Der Tee ist als Haustee geeignet und wirkt galleanregend, keimtötend und krampflösend.

    • Melissentee kann durch Aufguss zubereitet werden. Dies ergibt einen aromatischen Haustee, der nervenberuhigend und krampflösend wirkt.

     

    Für die Zubereitung der Tees empfiehlt sich das freie Schwimmen der Pflanzenteile im Wasser. Die Verwendung von Teeeiern ist zwar möglich, aber lässt die Wirk- und Aromastoffe meistens nicht so gut entfalten. Die Verwendung eines Teesiebes zum Abseihen lässt mehr Inhaltsstoffe in den Tee übergehen. Es ist bei vielen Teesorten ein mehrmaliges Aufgießen mit heißem Wasser möglich.

 

 

 

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