Langzeitlebensmittel

 

Langzeitnahrung und Langzeitlebensmittel für die Krisenvorsorge

 

Bis vor wenigen Jahrzehnten war das Lagern von Lebensmitteln im Keller für den Notfall etwas völlig Alltägliches. Im Gegensatz zu unseren Großeltern haben wir jedoch diese Verantwortung abgelegt und sie an Supermärkte und Logistikunternehmen abgetreten. Doch die jüngsten Ereignisse in Fukushima haben wiederholt gezeigt, dass auch vermeintlich krisensichere Regionen nicht vor unerwarteten Notfällen gefeit sind. Unruhen, Rohstoffknappheit und Lieferengpässe durch politische Turbulenzen, Klimakatastrophen oder Erdveränderungen sind in vielen Teilen der Welt bereits Realität. Eine Langzeitlagerung von Lebensmitteln als Reserveversorgung im Notfall ist deshalb unerlässlich, wenn man für Krisenzeiten gerüstet sein möchte. Ziel ist eine Krisenvorsorge mit Langzeitlebensmitteln aufzubauen. Dies kann durch das Kaufen von bestimmten Langzeitlebensmittel getan werden und durch das Konservieren von Lebensmitteln für den Krisenvorrat.

 

In vielen Fällen reicht es zunächst aus, wenn man sich um eine Vorratsversorgung für die ersten 14 Tage kümmert – Stromausfälle, Unwetter und temporäre Engpässe bei den Supermärkten sind nach dieser Zeit in der Regel überstanden. Für solche kleineren Notfälle lohnt es sich, einen Vorrat an herkömmlichen, nicht tiefgekühlten Produkten anzuschaffen, der laufend verbraucht und zyklisch erneuert wird, bevor die ältesten Lebensmittel abgelaufen sind. Großer Vorteil: Es entstehen keine zusätzlichen Kosten und es ist mit fast allen Lebensmitteln machbar. Auch Konservendosen eignen sich hervorragend zur Langzeitlagerung über mehrere Monate, teils sogar Jahre. Am besten für eine solche Lagerung geeignet sind Produkte wie Nudeln, Kartoffeln, Bohnen, Sauerkraut, Tomatenmark, Zwieback, Salz, Zucker und ähnliches. Bei der Lagerung ist zu beachten, die Produkte möglichst kühl, trocken, sonnenlichtgeschützt und in widerstandsfähigen, luft- und wasserdichten Behältnissen aufzubewahren.

 

Wenn die ersten Wochen des Überlebens gesichert sind, stößt man jedoch schnell auf Grenzen und Probleme. Der Vorrat ist schnell verbraucht und hilft lediglich, bei kleineren Krisen über die Runden zu kommen. Konservendosen nehmen in der Lagerung außerdem viel Platz ein und verlieren mit der Zeit aufgrund der flüssigen chemischen Konservierungsmittel sowohl an Geschmack als auch an Nährstoffgehalt. Alternativ besteht hier beispielsweise die Möglichkeit, Nahrungsmittel durch den Zusatz von Sauerstoffabsorbern zu konservieren, mithilfe derer man eine O2-freie Umgebung für die verschiedensten Grundnahrungsmittel schaffen und so die Haltbarkeit maximieren kann. In geschlossenen Behältnissen wird dabei durch das enthaltene Eisenpulver Sauerstoff gebunden und so ein Teilvakuum erzeugt. Zusammen mit verschweißten Aluverbundbeuteln kann so ein sauerstofffreier Raum geschaffen werden. Eine mittel- bis langfristige Aufbewahrung ist damit problemlos möglich.

 

Wer jedoch wirklich und langfristige Krisenvorsorge betreiben möchte, benötigt sogenannte Einsatz- und Notrationen. Erstere weisen eine Haltbarkeit von etwa 10 Jahren auf und können z.B. günstig über Amazon bestellt werden. Echte Notrationen sollen als eiserne Reserve dienen und enthalten alles, was der Körper zum Überleben benötigt in konzentrierter Form – Vitamine, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Viele dieser Produkte sind mehr als 15 Jahre lang haltbar und relativ günstig im Einkauf.

 

Optimal zur Krisenvorsorge und Langezeitlagerung geeignet sind gefriergetrocknete und dehydrierte Fertiggerichte und Grundnahrungsmittel. Diese nehmen nicht nur weniger Platz ein als herkömmliche Konservendosen und Alubeutel, sondern erhalten auch sämtliche Nährstoffe in den Lebensmitteln, da diese nicht über längere Zeit flüssigen Konservierungsmitteln ausgesetzt sind. Bei der Vakuumsverdampfung werden frische oder gekochte Gerichte und Nahrungsmittel schockgefroren und in spezielle Vakuumkammern gefüllt, wo das Eis in Gasform überführt und den Lebensmitteln entzogen wird. Dabei bleiben Nährwert, Farbe, Struktur und Geschmack erhalten, und zugleich verliert die Ware 30 – 90 % ihres Volumens sowie 90 % ihres Gewichtes. Anschließend werden die Produkte resistent gegen äußere Einflüsse in wasser- und luftdichten Dosen verpackt, in denen der Sauerstoff durch Stickstoff ersetzt wird, wodurch eine dichte Versiegelung und extrem lange Haltbarkeit entsteht (teilweise mehr als 25 Jahre).

 

Um zum Verzehr den ursprünglichen Zustand der Nahrung wiederherzustellen muss lediglich heißes oder kaltes Wasser hinzugegeben werden – es ist also kein Kochen ntowendig. Diese „Astronautennahrung“ wird seit Jahren im Trekking- und Expeditionsbereich sowie beim Militär und zahlreichen Hilfsorganisationen verwendet und hat viele Vorteile: von der einfachen Lagerung über den geringen Platzbedarf bis zur schnellen und unkomplizierten Zubereitung. Ist eine Dose einmal geöffnet, kann sie immer noch problemlos 4 -8 Wochen lang verzehrt werden. Bei der Lagerung gilt dasselbe wie für herkömmliche Lebensmittel: wenn möglich an einem kühlen, trockenen Platz ohne große Temperaturschwankungen (wobei für eine „Kurzzeitlagerung“ von wenigen Jahren auch dies kein Problem darstellt).

 

Bekanntestes Produkt dieser Art ist der sogenannte BP-5 Riegel, der zum Großteil aus gebackenem Weizen, Sojaöl, Zucker und mehreren Nährstoffen sowie Vitaminen besteht und sofort verzehrt werden kann. Er ist vergleichbar mit einer Art süßem Müsliriegel und enthält keine tierischen Bestandteile, ist also gänzlich vegetarisch und eignet sich für jede Kultur und Religion. Da hier das bestmögliche Verhältnis zwischen Gewicht und Nährgehalt besteht, kann man problemlos über viele Wochen hinweg nur dieses Produkt als komprimierte Nahrung zu sich nehmen, womit die Grundversorgung auch in Extremsituationen gewährleistet ist. Auch die als Panzerplatten bei der Bundeswehr bekannten Dauerkekse  (fachmännisch Hartkekekse oder Trekking Kekse) sind Langzeitlebensmittel und daher für das Anlegen eines Krisenvorrates geeignet. In der Krise können diese Energiebomben (enthalten Weizenmehl, Zucker, pflanzlichem Fett, Glukosesirup, Malzpulver, Hefe, Salz, Soja und Lecithin) zum Strecken von süßen oder herzhaften Gerichten verwendet werden und machen so satt. Davon gehören pro Familienmitglied 12 Pack in den Krisenvorrat. Bei Preisen von rund einem Euro ist dies auch durchaus erschwinglich, wenn man bedenkt wie lange diese Trekkingkekse halten. Sie können diese direkt bei Amazon bestellen.

 

Für welche Art Langzeitlebensmittel man sich auch immer entscheidet, grundsätzlich gilt: Wer sich rechtzeitig um Krisenvorsorge kümmert, ist im Notfall bestens gerüstet, um sich für mehrere Wochen und Monate über Wasser zu halten. Frühzeitige Krisenvorsorge auch im Bereich der Ernährung und der Trinkwasservorsorge sind daher das A und O, um auf jeden Notfall vorbereitet zu sein.

 

Krisenvorsorge Hilfsmittel