Hyperinflation als Krisenszenario

Hyperinflation in Deutschland

Hyperinflation in Deutschland schon 2010?

Von Hyperinflation wird bei einem sehr schnellen Wertverlust von Währungen gesprochen. Im Gegensatz zur Inflation, kommt es bei einer Hyperinflation zu Inflationsraten von monatlich über 50%. Dies entspricht einer jährlichen Entwertung von 13000%. Da die heutigen Währungen nicht mehr wie früher an Edelmetalle gebunden sind, kann dies prinzipiell bis zum vollkommenen Wertverlust gehen. In der Geschichte sind viele Hyperinflationsphasen aufgetreten. Auch in Deutschland gab es in der Zeit von 1914 bis 1923 gleich mehrere hyperinflationäre Geldentwertungen. Die Regierungen nutzten die Inflation meist um sich ihrer Schulden z.B. Kriegsschulden zu entledigen. Daher liegt der Verdacht nahe, dass die momentan sehr hohen Staatsverschuldungen fast aller Länder wieder weginflationiert werden könnten.

 

Deutschland hatte mit der Deutschen Mark jahrzehntelang die stabilste Währung wetlweit. In mehr als 50 Jahren verlor sie nur 75 % ihres Wertes. Dies ist vergliechen mit anderen Währungen ein sehr geringer Wert. Jedoch muss er bei langfristigen Investitionen, wie es bei der Altersvorsorge der Fall ist beachtet werden. Wer 1948 also 100 DM im Sparstrumpf hatte, konnte 1998 nur noch ursprünglich vergleichbare Waren für 25 DM kaufen. Durch den Euro ist diese Inflationsrate, gerade in den letzten 4 Jahren, angestiegen. Durch traditionell eher inflationsgeplagte Länder wie Griechenland, Italien und Spanien, als Mitglieder in der Euro Währungsgemeinschaft, ist die Chance auf zukünftig weitere Inflationsjahre sehr hoch. Auch die Finanzkrise bringt einige Euro Mitgliedsländer stark unter Druck und trägt zur Entwertung des Euros bei.

 

Kann in Deutschland schon 2010 eine Hyperinflation passieren?

Gerne würde ich diese Frage nach der Hyperinflation in Deutschland beantworten, weiß aber nicht, ob diese tatsächlich schon 2010  eintreten wird. Aber sie wird kommen 100%, denn sie MUSS kommen. Das kann jeder aus den folgenden Fakten ablesen. Nur leider handeln die meisten Menschen wie bei einer sehr schweren Krankheit. Einfach weggucken und ignorieren. Es wird schon wieder besser werden.

Fakten, die für eine Hyperinflation (massive Geldentwertung) sprechen.

  1. Die USA als größte Wirtschaftsnation der Welt zahlen fast 5 Mrd. Dollar pro Tag alleine an Zinsen für Schulden.
  2. Um diese Zinsen zahlen zu können müssen die USA stetig neue Kredite bei anderen Ländern aufnehmen.
  3. Weil Sie diese Kredite nicht mehr problemlos bekommen (bisher lieferte China gerne gegen Kredite, kapiert nun aber langsam, dass es das Geld nie wieder sehen wird), druckt die US Zentralbank FED munter Geld und kauft damit die eigenen Schuldtitel (Staatsanleihen, Staatsverschreibungen).
  4. Dies entwertet natürlich die bereits bestehenden Verbindlichkeiten in den Händen der Gläubiger. Sollten die dadurch verärgerten große Gläubiger abspringen und ihre US-Staatsanleihen (T-Bonds) verkaufen, würde das neue Schockwellen durch die globale Wirtschaft schicken und die Zinsen in den USA schnell ansteigen lassen.
  5. Das als "quantitative easing" bekannte Vorgehen der FED flutet die Finanzmärkte mit frisch gedrucktem Geld. Seit ein paar Jahren muss die FED die neu in Umlauf gebrachte Geldmenge nicht mehr veröffentlichen. Warum wohl?
  6. Auf 12,13 Billionen US Dollar (eine Zahl mit 14 Ziffern) sind die Schulden zu Beginn des Jahres angestiegen. Die größten Gläubiger sind China, Japan und die Ölstaaten. Jeder US-Bürger hat damit einen Pro-Kopf Anteil von rund 40000 Dollar zusätzlich zu seinen eigenen (privaten) Schulden und den Verbindlichkeiten durch seine Kreditkarten.
  7. Diese Staatsverschuldung beträgt  80% der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA. Dies entspricht in etwa auch dem Staatsverschuldungsgrad von Deutschland. In Italien ist die Schuldenquote schon auf 115 Prozent gestiegen, in Japan auf 218 Prozent.
  8. Die Aussichtslosigkeit diese Schulden bei steigenden Arbeitslosenzahlen je wieder zurück zahlen zu können, lassen die Möglichkeit einer gewollten Inflation zur Entwertung der Schuldenlast sehr wahrscheinlich erscheinen.
  9. Rein Mathematisch sollte sich die Lage aber sehr schnell verschärfen, da die Funktion der Zinseszinsen eine exponentielle Funktion darstellt. Womit auch die Frage beantwortet währe, warum es in den gesamten Ländern zu einer ansteigenden Inflation kommen muss. 5-10 Prozent Inflation sind notwendig, um allein die Zins und Zinseszinszahlungen für die Staatsschulden bezahlen zu können.

Warum dann eine Hyperinflation in Deutschland?

Die Ausgaben der Länder werden weiter steigen und zeitgleich sinken die Staatseinnahmen. Ausgeglichene Haushalte gehören der Vergangenheit an. Hartz 4 Zahlungen steigen, da immer mehr Leute durch die Wirtschaftskrise arbeitslos werden. Rentenzahlungen und Beamtenpensionen steigen ebenfalls, da wir in einer überalterten Gesellschaft leben. Die Einnahmen durch Steuern sinken, weil immer weniger  Menschen Geld verdienen. Gleichzeitig sinkt deren Lohn oder Gehalt. Die Unternehmen schreiben zunehmend rote Zahlen und müssen daher keine Steuern bezahlen. Die Zahlungen an die EU werden in den nächsten Jahren auch steigen, um dort den Zusammenhalt zu stärken und Brände zu löschen. Durch die Finanzkrise wurden neue Schulden für die Rettung des Bankensystems aufgenommen. Die Verluste der Banken durch die Immobilienkrise sind aber noch lange nicht vollständig abgeschrieben. Insider gehen davon aus, dass noch60 bis 90% der toxischen Papiere in den Bilanzen der Banken zu hoch bewertet sind. Das heißt die realen Schulden der Banken sind viel, viel größer als bisher angenommen. Muss der Staat dafür aufkommen, hat er auf einen Schlag doppelt so viele Staatsschulden wie jetzt schon.

In der Wirtschaft würde bei solchen düsteren Aussichten längst der Insolvenzverwalter grinsen. Ein Reset oder ein Neuanfang des gesamten papiergeldbasierten Währungssystems scheint also der einzige Ausweg aus diesem Dilemma zu sein. Die verschiedenen Faktoren beschleunigen sich dabei gegenseitig. Ein Staatsbankrott lässt die Zinsen auch der Staatsanleihen anderer Länder steigen. Diese können die Zinsen nicht mehr tilgen und werfen die Geldpresse an, sie inflationieren Ihre Schulden weg.  Sinkende Sozialausgaben löst wiederum Streiks und Unmut aus, was die Wirtschaftsleistung senkt. Die Konsumenten weltweit halten ihre Ausgaben zurück, um sich auf Arbeitslosigkeit vorzubereiten. Die Weltwirtschaft schlittert in eine Krise. Die klassischen Zutaten für eine Hyperinflation. Wie gesagt die Hyperinflation wird und muss kommen. Wann das sein wird, kann noch niemend realistisch vorhersagen, da der Ausbruchszeitpunkt durch die Aufnahme immer neuer Schulden verzögert werden kann. Allerdings werden dadurch die Auswirkungen eine Hyperinflation umso stärker sein. Schulden mit neuen Schulden zu bekämpfen, was momentan alle Staaten tun, ist wie Feuer mit Benzin zu löschen.

Wie wird die Hyperinflation ablaufen?

Die Bundeskanzlerin wird nicht vor die Kameras treten und sagen, dass wir jetzt Hyperinflation haben und jeder doch bitte sein Geld noch schnell abheben solle. Das Gegenteil wird wohl passieren. Girokonten werden einfach eingefroren und die Online Zugänge der Banken gesperrt. Die Geldautomaten geben kein Geld mehr aus und an den Schaltern derr Banken sitzt niemand mehr. Von unvorhergesehenen Ereignissen wird gesprochen werden, die natürlich besondere Maasnahmen erfordern. Daher werden gesetzliche Bankfeiertage beschlossen, um die Menschen davon abzuhalten ihr Geld abzuholen. Dieses Krisenszenario kann jederzeit und sofort passieren.

 

Wie können Sie sich und Ihre Finanzen vor der Entwertung durch die Hyperinflation schützen?

 

Einen absoluten Schutz vor Inflation und Hyperinflation gibt es nicht. Jeder wird dadurch einen Teil seiner Ersparnisse verlieren und auch von den negativen Folgeerscheinungen betroffen sein. Arbeitnehmer können Ihre Arbeitsstelle verlieren, Unternehmer verlieren ihre Kunden und Staatsangestellte bekommen durch die gleichbleibenden Gehälter ein an den Lebenskosten gemessen geringes Gehalt. Empfänger von Sozialleistungen werden sich sogar auf gekürzte Leistungen einstellen müssen. Daher sollten Sie wenigstens Ihre Ersparnisse sichern, um im Falle einer Hyperinflation nicht vollkommen mit leeren Händen da zu stehen. Eine Sicherung bedeutet so wenig Vermögen wie möglich in vertrauensabhängigen Währungen zu haben. Der Euro und der Dollar sind daher die denkbar schlechtesten Währungen. (Glauben Sie nicht, dass der Euro wesentlich besser ist als der Dollar nur weil er 23 Cent gegenüber dem Dollar gewonnen hat)  Investieren Sie einen Teil Ihres Geldes in Währungen von stabilen Ländern wie zum Beispiel die Schweiz oder Norwegen. Auch diese sind nicht absolut sicher, aber immerhin sicherer. Versuchen Sie kleine Geldscheine oder sogar Münzen zu bekommen. Ein weiterer Teil des Geldes ist in Edelmetallen wie Silber oder Gold gut aufgehoben. Silbermünzen sollten Sie hauptsächlich in 1 Unzen Form kaufen, da dies die übliche Größe, mit dem besten Preis/Gewichts Verhältnis ist. Silberbarren sind durch die höhere Mehrwertsteuer schlecht geeignet, aber besser als gar kein Silber. Goldmünzen gibt es sehr viele auf der Welt. In vielen Ländern war es früher das wirkliche Geld, da es materialwert gedeckt und nicht vertrauensbasiert ist. Goldmünzen auch in kleiner Stückelung von 3 bis 10 Gramm kaufen.

Günstig wäre sicherlich die folgende, an Ihren Monatsausgaben orientierte Zusammenstellung direkt verfügbar zu haben:

 

1 Monatsausgabe in kleineren Bargeldscheinen (für die Zeit wenn die Banken kein Geld mehr ausgeben, aber die Preise noch etwa gleich geblieben sind)
+ 0,5 Monatsausgabe in 10 Euro Silbermünzen (Der Materialwert der 16,65 g Silber in einem Silberzehner beträgt rund 6,84 Euro)
+ 0,5 Monatsausgabe in Devisen (Schweizer Franken und Norwegische Krone)
+ 1 Monatsausgabe in kleinen Goldmünzen (Schweizer Vreneli und andere Münzen bzw Barren von 3 bis 10 Gramm)- und Silbermünzen in der Größe von einer Unze (Wiener Philharmoniker, Maple Leaf, Britannia)

direkt verfügbar heißt diese Zusammenstellung darf nicht auf einer Bank liegen!

Die Preise für die meisten Dinge des täglichen Bedarfs sollten auch in der Hyperinflation, gemessen natürlich in Gold und Silber, gleich bleiben. Während die Preise in Papiergeld durch die Decke gehen werden oder dieses Geld komplett wertlos wird. Gold und Silber sind also der beste Wertspeicher den es für die Inflation geben kann. Zudem ist es recht einfach zu transportieren und zum Tauschhandel geeignet. Silber war schon in der Geschichte immer Geld und wird es auch wieder sein.

 

Tauschmittel als Folge von mangelndem Währungsvertrauen

In Folge des massiven Wertverlustes der Währung etablieren sich Tauschmittel als Ersatzwährung während hyperinflationären Phasen sehr schnell. Dies hat sich bei vergangenen Hyperinflationsereignissen gezeigt. Sobald das gesetzliche Zahlungsmittel nicht mehr als verlesslich angesehen wird und auch die Funktion der Wertbewahrung nicht mehr erfüllt wird, kommen Naturalien als Ersatzwährung in der Krise ins Spiel. In vergangenen Krisen, beispielsweise in Deutschland, kamen dafür Alkohol, Zigaretten oder Butter zum Einsatz. Auch Kohle wurde als Tauschmittel eingesetzt. Neben den oben genannten Rücklagen in Devisen und Edelmetallen sollten Sie daher ein paar Tauschmittel für die Krise parat haben. Ein paar Flaschen Schnaps (kein Luxus sondern die Prozente zählen) sind ein gutes Tauschmittel in der Krise, denn es wird immer Leute geben, die Alkohol trinken und wichtige Handelswaren haben.

 

Wichtig sind daneben noch ein Lebensmittelvorrat und andere Maßnahmen der Krisenvorsorge.

 

Krisenvorsorge Hilfsmittel